|
<Back
| Home | Basics |
Departments | Get
Involved | Site Map | What's
New

Vitamin B12:
Ein unerlässlicher Nährstoff für gute Gesundheit
Von Sally Fallon und Dr. Mary G. Enig
German Translation by Erich Studerus
Einer der wichtigsten Nährstoffe, die wir aus tierischen Nahrungsmitteln
beziehen, ist Vitamin B12. Dieses Vitamin ist auch das grösste
bekannte Biomolekül und der einzige Nährstoff mit einer stabilen
Kohlenstoff-Metall-Verbindung. Ein Kobalt-Molekül liegt im Zentrum
von jedem B12-Molekül, welches die ungefähre (und erfurchtgebietende!)
Formel 64H84-90N14O13-14PCo besitzt. Isoliertes B12 ist eine kristalline
Verbindung, die aufgrund des darin vorhandenen Kobalts eine hellrote
Farbe aufweist. Ein Fachmann bezeichnete B12 deshalb als "diese
roten Tropfen, die traurige Herzen aufmuntern und schwache Herzen stärken".1
Vitamin B12 ist zusammen mit Folsäure an vielen Körperprozessen
beteiligt, inklusive der Herstellung von DNA, roten Blutkörperchen
und der Isolierschicht (Myelin), welche Nervenzellen umgibt und die
Weiterleitung von Signalen im Nervensystem erleichtert. Eine schwerer
Mangel zeigt sich als perniziöse Anämie, eine Krankheit, die
bis zur Entdeckung von Vitamin B12 in der Leber jeweils tödlich
verlief. Aber lange bevor die Anämie beginnt, können sich
andere Zustände zeigen, meistens neurologische Probleme (Gefühllosigkeit,
Empfindungen von "Ameisenlaufen", ein brennendes Gefühl
in den Füssen, Zittern, Muskelschwäche, Schlafstörungen,
Gedächtnisverlust, irrationale Ängste, Beeinträchtigung
mentaler Funktionen und Alzheimer) oder psychologische Zustandsbilder
(Demenz, Depression, Psychose und Zwangsstörung). Präsident
Kennedy soll einst gesagt haben, er wäre ohne Injektionen von B12
nie Präsident geworden.2
Absorption
Die Absorption von Vitamin B12 ist ein komplexer Prozess, der in vielen
Punkten Problemen unterworfen ist.
B12 von tierischen Nahrungsmitteln betritt den Magen als Teil von
tierischen Proteinen und muss zuerst durch Pepsin und Salzsäure
aufgeschlossen werden. Freies B12 lagert sich dann an R-Proteine an,
welche von Speichel- und Parietalzellen (die gleichen Zellen, die Salzsäure
ausscheiden) freigesetzt werden. Um effizient absorbiert zu werden,
muss sich B12 an ein Protein (intrinsischer Faktor genannt) anheften,
welches ebenfalls im Magen gebildet wird. Dies kann nur dann geschehen,
wenn die R-Protein-Komplexe durch Pankreas-Enzyme im Dünndarm aufgespaltet
wurden. B12 bindet sich dann mit dem intrinsischen Faktor und bewegt
sich durch den Darm fort zum unterem Abschnitt des Dünndarms, wo
sich der intrinsische Faktor-B12-Komplex an Zellrezeptoren bindet. Für
diesen Vorgang wird Kalzium benötigt.
Mängel an Pepsin, Salzsäure, R-Protein, Pankreasenzyme, intrinsischer
Faktor, Kalzium und Zellrezeptoren können deshalb alle zu einem
B12-Mangel führen, indem sie die B12-Aufnahme blockieren. Wenn
Vitamin-B12 im Blut angelangt ist, binden sich Transportproteine an
B12 und bringen es zu den Zellen. Innerhalb der Zellen befreien Enzyme
das B12 vom Protein-Komplex und wandeln es in seine zwei Koenzym-Formen
um, Methylcobalamin und Adenosylcobalamin. Mängel der beiden Enzyme
können diese Umwandlung blockieren.
Weil der Absorptionsprozess so kompliziert und infolgedessen vielen
Blockierungen unterworfen sein kann, entwickeln viele Leute –
besonders ältere – B12-Mängel, obwohl sie mit ihrer
Nahrung reichlich Vitamin B12 zuführen. Glücklicherweise nimmt
der Körper ca. 1-5 Prozent des freien Vitamin B12 durch einen passiven
Diffusionsprozess auf. Die Supplementierung von hohen Dosen kristallinem
B12 oder das Essen von Nahrungsmitteln, die extrem reich an Vitamin
B12 sind, können deshalb erfolgreich Defizite beheben, die durch
eingeschränkte Proteinverdauung oder Mangel an R-Protein, Intrinsicher
Faktor oder Pankreas-Enzyme verursacht sind. Eine Supplementierung mit
den Koenzym-Formen Methylcobolamin und Adenosylcobolamin (die Formen,
die in den Zellen vorgefunden werden) können B12-Mängel in
den Zellen überwinden, die durch Mängel oder Fehlfunktionen
von Konversionsenzymen verursacht werden.
Vegetarier
B12 wird fast ausschliesslich in tierischen Nahrungsmitteln, wie Leber,
Nieren, Fleisch, Fisch, Muscheln, Milchprodukten und Eiern gefunden.
Die ursprüngliche Quelle von B12 in der Natur sind jedoch Bakterien.
Sie sind die einzigen Lebewesen, die fähig sind, dieses Vitamin
herzustellen. Bei Menschen und Tieren produzieren diese Bakterien B12
im Darm. Wenn überhaupt, so wird aber nur ganz wenig durch die
Darmwand aufgenommen. Wir müssen deshalb unser B12 durch tierische
Nahrungsmitteln beziehen. Zweischalige Weichtiere, wie Muscheln und
Austern enthalten sehr viel B12, weil sie grosse Mengen von Vitamin
B12 produzierenden Mikroorganismen aus dem Meer abschöpfen.3
Bei der Produktion von B12-Ergänzungsmittel sind ähnliche
Fermentationsprozesse beteiligt, wie bei der Produktion von Penicillin
und anderen Antibiotika.
Während Eier B12 enthalten, finden sich in ihnen interessanterweise
auch Substanzen, die die Absorption blockieren4, eine Tatsache,
die nur noch Milchprodukte als gute Quelle von B12 für Vegetarier
übrig lässt. Einige Studien weisen darauf hin, dass B12 von
Milch besser absorbiert wird als von Fleisch.5 Eine Quelle
deutet jedoch darauf hin, dass B12 in der Milch durch Erhitzen zerstört
wird.6 Analysen von B12 in pasteurisierter Milch fanden nur
einen Verlust von 10%. Die Pasteurisierung der Milch deformiert jedoch
Milchproteine, die bei der Aufnahme von B12 helfen.7
Interessanterweise behaupten einige Quellen, dass die Fermentierung
von Milch zu Yoghurt den B12 Gehalt verringert8, obwohl auf
Nahrungsmitteltabellen bei kommerzieller Milch und Yoghurt ähnliche
Werte aufgeführt sind.
Das Vitamin B12 Molekül widersteht Temperaturen über den
Siedepunkt hinaus, sofern es nicht einem basischen Mittel ausgesetzt
ist. Das Molekül zerfällt bei 250° C. B12 wird deshalb
an der Oberfläche von gegrilltem Fleisch zerstört, jedoch
nicht im Innern. Acht Prozent des B12 von Leber, wird durch 5-minütiges
Kochen zerstört.9 B12 wird deshalb am besten erhalten,
wenn Steaks sanft geschmort und gekocht werden.
Bis vor kurzem wurde in der vegetarischen und veganischen Literatur
behauptet, dass bestimmte pflanzliche Nahrungsmittel B12 liefern würden
– Meeresalgen, fermentierte Sojabohnen, Spirulina und sogar ungewaschenes
Gemüse, das durch Mist gedüngt wurde. Befürworter des
Vegetarismus wiesen auf die Einwohner Indiens hin, welche keine B12-Mangel-Symtome
zu zeigen scheinen, obwohl sie nur sehr wenig tierische Nahrungsmittel
essen. Dennoch hat schon 1974 eine amerikanische Studie herausgefunden,
dass 92% der Vegetarier, 64% der Lacto-Vegetarier, 47% der Ovo-Lacto-Vegetarier
und 20% der Halb-Vegetarier Blutspiegel haben, die unter dem Normalwert
sind, d.h. unterhalb des unteren Bereichs, welcher den Beginn von perniziöser
Anämie markiert.10
Heutzutage wird in der meisten vegetarischen Literatur vor der realen
Möglichkeit eines B12-Mangels gewarnt und eine regelmässige
Ergänzung empfohlen. Wir wissen nun, dass in der tropischen, überwiegend
vegetarischen Ernährung Indiens Exkremente und Teile von Insekten
in gelagertem Getreide und Hülsenfrüchten eine Quelle von
B12 war.11 Diese waren bis zum Aufkommen moderner Sterilisations-
und Lagertechniken ein unvermeidbarer Bestandteil von traditioneller
Nahrung heisser Klimata. Pflanzliche Nahrungsmittel, die als Quellen
von B12 bezeichnet wurden, enthalten B12-Analoga (Kobamide genannt)
– Substanzen, die die Aufnahme von echtem B12 blockieren und den
körperlichen Bedarf dieses Nährstoffs erhöhen.12
Eine überraschende Quelle von Kobamiden ist eine bakterielle Überbesiedlung
im Dünndarm, welche B12-Analoga produzieren kann.13
Der Gebrauch von Antibiotika oder eine Ernährung, die reich an
raffinierten Kohlenhydraten ist, kann eine bakterielle Überbesiedlung
begünstigen und zu einem B12-Mangel führen.
Auch Multivitamin-Produkte geben Grund zur Sorge! Der späte Victor
Herbert, ein bekannter B12-Forscher vertrat die Meinung, dass viele
Multivitaminprodukte künstliche und sogar gefährliche Analoga
von B12 enthalten würden. Diese entstehen möglicherweise durch
die Interaktion mit anderen Nährstoffen, wie z.B. Vitamin C, Eisen
und Kupfer.14
Hohe Spiegel von Folsäure können bei Personen mit B12-Mangel
neuropsychiatrische Komplikationen verstärken.15 Da
die Einnahme von Folsäure bei Vegetariern tendenziell hoch ist
(durch grünes Gemüse und Getreideprodukte, die mit Folsäure
angereichert sind), sind diejenigen, die einen vegetarischen Lebensstil
pflegen, möglicherweise einem grösseren Risiko neurologischer
und psychologischer Probleme ausgesetzt.
Der Körper speichert beträchtliche Mengen B12 in der Leber.
Deshalb kann es 5-10 Jahre dauern, bis Mangelsymptome infolge einer
vegetarischen Ernährung (oder Absorptionsproblemen) auftreten.
Interessanterweise kann der Körper über 75% des B12, das er
verbraucht, wiederverwerten.16 Gebrauchtes B12 wird durch
die Galle ausgeschieden und dann im Dünndarm durch den gleichen
komplexen Vorgang, der weiter oben beschrieben wurde, wieder aufgenommen.
Einige Leute haben ein effizienteres Wiederverwertungssystem als andere
und können deshalb länger eine vegetarische Ernährung
befolgen, ohne Mangelsymptome zu entwickeln. Bei einer hohen Ballaststoffzufuhr
– und dies trifft bei vegetarischer Ernährung gewöhnlich
zu – wird jedoch mehr B12 ausgeschieden.17
Eine veganische oder vegetarische Ernährung stellt für wachsende
Kinder eine echte Gefahr dar, da ihre B12 Speicher sehr tief sind, besonders
wenn ihre Mütter während der Schwangerschaft und Stillzeit
tierische Nahrungsmittel gemieden haben. In der Literatur finden sich
zahlreiche Fallberichte, in denen schwere Anämien, dramatische
Wachstumsverzögerungen, Unruhe und Verzögerung in der Aneignung
von motorischen Fertigkeiten bei Kindern mit B12-Mangel aus vegetarischen
Familien beschrieben sind.
In einer kürzlich durchgeführten Studie haben Forscher die
kognitive Entwicklung von 72 Kindern untersucht, die mindestens bis
zum Alter von sechs Jahren keine tierischen Nahrungsmittel, später
dann Milchprodukte und Eier gegessen hatten. Verglichen mit Kindern,
die während ihres ganzen Lebens eine normale Mischkost (inklusive
Fleisch) gegessen hatten, schnitten sie in diversen kognitiven Tests
wesentlich schlechter ab – so etwa in Tests zur Messung räumlicher
Fähigkeiten, Kurzzeitgedächtnis und flüssiger Intelligenz
(Fähigkeit komplexe Probleme zu lösen, abstraktes Denken und
Lernfähigkeit).18
Die Messung von B12-Mangel
Die amerikanische Ärzteschaft definiert Blutspiegel unter 200pg/ml
als eine Indikation für B12-Mangel. Ein solch niedriger Blutspiegel
geht in der Regel mit schweren Mangelsymptomen, der sog. perniziösen
Anämie einher.
Im Gegensatz dazu wird die untere Grenze in Japan und in einigen europäischen
Ländern bei 500-550 pg/ml angesetzt, ein Blutspiegel, der mit psychologischen
und verhaltensmässigen Manifestationen wie Demenz und Gedächtnisschwund
verbunden ist. Ärzte dieser Länder betrachten Blutspiegel
von 500-1300 als normal.19
Gemäss Dr. John Dommisse, ein Experte in Sachen B12-Mangel, erklärt
sich die im Vergleich zu den USA niedrigere Alzheimer-Demenz Rate in
Japan dadurch, dass höhere B12-Spiegel als Norm definiert sind
und psychiatrische Symptome rascher mit B12 behandelt werden.20
Sogar mit dem sehr tiefen Grenzwert, der zur Zeit für eine Risikoschwelle
gehalten wird, sind viele Amerikaner mangelhaft versorgt. In der laufenden
Framingham Offspring Studie, an der 3000 Männer und Frauen aus
der Stadt Framingham, Massachusetts, beteiligt sind, fanden Forscher,
dass 39% der Leute einen B12-Spiegel aufwiesen, der im sog "tiefen
Normalbereich" liegt. Das ist unterhalb von 258.21 Hätten
die Forscher den optimalen Bereich bei 1100-1300 angesetzt, hätte
man nur wenige als ausreichend versorgt bezeichnen können.
Eines der überraschendsten Ergebnisse dieser Studie war die Tatsache,
dass die jüngste Gruppe (26-49 Jahre alt) ungefähr den gleichen
B12-Status hatte, wie die älteste Gruppe (65 und älter), ein
Anzeichen, dass Mängel häufiger werden.
Perniziöse Anämie
Perniziöse (d.h. "tödliche") Anämie tritt
auf, wenn eine Person kein B12 aufnehmen kann, weil ihr der intrinsische
Faktor fehlt. Die häufigste zugrundeliegende Ursache einer perniziösen
Anämie ist eine Autoimmun-Reaktion, die die Magenzellen attackiert
und zerstört, welche den intrinsischen Faktor produzieren. Die
Krankheit ist gekennzeichnet durch unreife, abnormal grosse rote Blutkörperchen
(Makrocyten), die Sauerstoff schlecht transportieren, sowie durch weisse
Blutkörperchen mit abnormalen Zellkernen.
Frühe Symptome der perniziösen Anämie beinhalten Blässe,
Schwäche und Müdigkeit. Schwere perniziöse Anämie
verursacht Kurzatmigkeit, Schwindel und ein schneller Herzschlag.
Diejenigen, die an perniziöser Anämie leiden, brauchen sehr
hohe Mengen B12, um den Mangel an intrinsischem Faktor zu überwinden.
Die traditionelle Behandlung war ein Pfund Kalbsleber pro Tag, welche
fast 200 Microgramm B12 liefert. Heute verabreichen Ärzte Injektionen
oder Nahrungsergänzungsmittel mit noch höheren Dosen.
Symptome des Alterns
B12 Mangel imitiert viele Merkmale des hohen Alters – Ataxie
(zittrige Bewegungen, schwankender Gang), Muskelschwäche, Spastizität,
Inkontinenz, langsame Reaktion, Gedächtnisschwund, Orientierungslosigkeit,
Depression und Verwirrtheit, dies alles kann bei niedrigem B12-Spiegel
auftreten.
Ob die Alzheimer-Erkrankung ein Zustand eines B12-Mangels darstellt,
ist Gegenstand einer grösseren Debatte unter Ärzten. Eine
faszinierende Studie über eine Familie in Wales hat kürzlich
überzeugende Hinweise geliefert, dass B12-Mangel und Alzheimer
miteinander verbunden sind.22
Forscher bewerteten Familienmitglieder mit einer genetischen Veranlagung,
an Alzheimer zu erkranken. Sie fanden heraus, dass 4 von 6 Familienmitgliedern
(67%) mit bestätigter Alzheimererkrankung aussergewöhnlich
tiefe Vitamin B12-Spiegel hatten, während nur gerade einer von
12 an Alzheimer erkrankte, die das gleiche genetische Risiko hatten,
aber keine tiefen B12-Spiegel aufwiesen. Die Forscher spekulierten,
dass ein Vitamin B12-Mangel zu beeinträchtigten Methylierungs-Reaktionen
im zentralen Nervensystem (ein charakteristisches Merkmal von Alzheimer)
geführt haben könnte, sowie, dass die genetische Veranlagung
zu Alzheimer mit einer genetischen Beeinträchtigung der B12-Aufnahme
verbunden sein könnte.
Forscher fanden einen B12-Mangel bei 3-42 Prozent der Leute, die 65
oder älter sind. In einer neuen Studie über geriatrische Patienten
hatten 43 Prozent Spiegel, die tiefer als 295pmol/L waren.23
Würden höhere Grenzwerte angesetzt, so würden wahrscheinlich
die meisten älteren Leute als unterversorgt gelten.
Die heutige medizinische Praxis ist auf Cholesterin als den Marker
guter Gesundheit fixiert. Sie verwendet teure, lebenslängliche
Medikamente und fade Diäten um die Cholesterinwerte so tief als
möglich runterzubringen, eine Vorgehensweise die unsägliches
Leid für Millionen und unserem medizinischen System eine riesige
finanzielle Last aufgebürdet hat. Wie viel angemessener und kostengünstiger
wäre es, jedermann, der das Alter von 50 Jahren erreicht, auf B12
zu testen. Für ein Bruchteil der Kosten, könnte das hohe Alter
in eine Periode von Ruhe und Zufriedenheit umgewandelt werden, anstatt
in eine von herzzerbrechendem Leid für die Älteren und ihre
Familien.
Die Forschung zeigt ein enormes Potential von B12 zur Umkehrung von
mentalem Abbau im Alter. In einer Studie hatten 61 Prozent der Patienten
mit mentaler Beeinträchtigung eine komplette Erholung durch B12-Supplementierung.
Die Forscher spekulierten, dass diejenigen, die sich nicht erholt haben,
zu lange an einem Mangel gelitten hatten, so dass irreversible Schäden
am Nervensystem entstanden.24 Eine Supplementierung führt
zu geringen Verbesserungen bei denen, die eine voll ausgebrochene Alzheimer-Erkrankung
während länger als 6 Monaten hatten.25 Eine routinemässige
frühe Testung von B12 hätte deshalb das Potential, den mentalen
Abbau bei einem grossen Teil der älteren Leute zu verhindern. Zum
Zeitpunkt, wo Alzheimer eindeutig diagnostiziert wird, ist es möglicherweise
schon zu spät, als dass eine Supplementierung noch effektiv wäre.
Herzkrankheiten
Es war Dr. Kilmer McCully, der einen hohen Homocystein-Spiegel im Blut
als einen Marker für Herzkrankheiten aufgedeckt hat. Homocystein
wird im Körper aus Methionin durch einen Prozess hergestellt, der
durch Folsäure, B6 und B12 blockiert werden kann. Hohe Homocystein-Spiegel
können zu einer Verengung der Arterien führen, was für
einen Vorläufer der Arteriosklerose gehalten wird. Forscher in
Taiwan berichten nun, dass eine Homocystein-induzierte Gefässverengung
durch eine Supplementierung von Folsäure, B6 und B12 verhindert
werden kann.26 Ironischerweise haben der amerikanische Herzverband
und Regierungsbehörden B12-reiche Nahrungsmittel wie Leber und
Rohmilch (was auch eine gute Quelle von B6 ist) verteufelt.
Krebs
Da B12 hilft, die durch Strahlung und Oxidierung beschädigte DNS
zu reparieren, spielt es eine Rolle beim Schutz gegen Krebs. In Humanstudien
sind tiefe B12-Spiegel mit Gebärmutterhals-27 und Brustkrebs28
assoziiert.
Die Forschungsergebnisse zu B12 und Krebs sind jedoch widersprüchlich.
In einer Studie waren hohe B12-Spiegel mit einem dreifach erhöhten
Risiko verbunden, an Prostata-Krebs zu erkranken.29
Eine Erklärung für diese Ungleichheiten liegt darin begründet,
dass Krebszellen Rezeptoren entwickeln, die es ihnen erlauben, grosse
Mengen B12 aufzunehmen. Tatsächlich suchen Forscher nach Krebsmedikamenten,
die B12 mit Zellgiften wie z.B. Stickoxid verbinden. In der Tumorzelle
wird die Stickoxid-Komponente des Medikaments freigesetzt, was zu zellulären
Ereignissen führt, die einen programmierten Zelltod bewirken.30
Dennoch wurde in einer neuen Studie gezeigt, dass Injektionen von hohen
Dosen Methylcobalamin ungiftig waren und das Tumorwachstum bei Mäusen,
die B12-mangelernährt waren, unterdrückte.31
Ganzheitliche Ärzte berichteten zudem von guten Resultaten bei
der Behandlung von Krebspatienten mit B12. Dr. Max Gerson, der Krebspatienten
im Endstadium mit aussergewöhnlichem Erfolg behandelte, gab seinen
Patienten Leber-Injektionen, oft kombiniert mit zusätzlichem B12.32
Neurologische Krankheiten
Eine Krankheit, bei der ein Zusammenhang mit B12 offensichtlich scheint,
ist Multiple Sklerose (MS). Charakteristisch für MS ist ein Abbau
von Myelin (fetthaltige Umhüllungen der Nervenzellen). Obwohl viele
Studien gezeigt haben, dass MS-Patienten normale B12-Spiegel haben,
fanden japanische Forscher, dass bei MS-Patienten die Fähigkeit,
Vitamin B12 zu binden, reduziert ist.33 Der Transport von
B12 in die Zellen wird somit trotz normalen Blutspiegeln behindert.
Durch eine Zufuhr von hohen Dosen B12 konnten die Forscher allerdings
eine gewisse Verbesserung erzielen.
Der Nutzen von B12 in der Behandlung von Depressionen könnte darauf
beruhen, dass B12 die Fähigkeit besitzt, eine Substanz namens Tetrahydrobiopterin
(BH4) zu aktivieren, welche ihrerseits "Wohlfühl"-Botenstoffe
wie Serotonin und Dopamin aktiviert.34
Überraschenderweise hat sich B12 auch in der Behandlung von diabetischer
Neuropathie erfolgreich gezeigt, möglicherweise weil eine Diabetes-Erkrankung
den B12-Stoffwechsel stört. 35
Wiederholte epileptische Anfälle könnten eine Manifestation
von B12-Mangel sein. In einer Studie wurden bei Leuten, die unter epileptischen
Anfällen litten, niedrige B12-Spiegel gefunden. 36
Andere neurologische Probleme, die mit B12-Mangel assoziiert sind,
sind Urin-Inkontinenz37 und Migräne38. In
einer Fallstudie zur Behandlung von Gesichtslähmung (Bell’s
Palsy) funktionierte B12 besser als die standardmässige Steroid-Behandlung39.
In einer anderen Fallstudie wird von einer erfolgreichen Anwendung von
B12 bei orthostatischem Tremor berichtet.40
Fruchtbarkeit
B12 spielt eine entscheidende Rolle in der Zellteilung. Es ist deshalb
nicht verwunderlich, dass sich ein B12-Mangel in einer niedrigen Spermienzahl
manifestieren kann. Hohe Dosen sind der Schlüssel zu einer erfolgreichen
Behandlung. In einer Studie wurde täglich 1000mcg Vitamin B12 an
Männer abgegeben, die eine Spermienanzahl von weniger als 20 Millionen
hatten. 27% der Männer konnten dadurch ihre Spermienanzahl auf
über 100 Millionen steigern.41 In einer anderen Studie
wurde täglich 6000mcg abgegeben. 57% der Männer mit niedriger
Spermienzahl zeigten eine Verbesserung.42
Da eine perniziöse Anämie oft zu Unfruchtbarkeit führt,
kann eine Ergänzung mit B12 in gewissen Fällen einer Frau
zur Empfängnis verhelfen. Traditionelle Kulturen betrachteten Nahrungsmittel,
die viel B12 enthalten, als wichtig für die Fruchtbarkeit. B12
spielt eine Schlüsselrolle in der Entwicklung von neuem Gewebe.
Frauen, die mangelhaft versorgt sind, können deshalb keinen Eisprung
bekommen, oder ein befruchtetes Ei kann sich nicht entwickeln, was zu
einer Fehlgeburt führt. In einer Fallstudie wurde berichtet, dass
eine Frau sieben Fehlgeburten erlitt, bevor sie entdeckte, dass ein
B12-Mangel vorlag. Nachdem das Problem behoben wurde, brachte sie 3
Kinder zur Welt.43
Andere Krankheiten:
- Die Aktivität von Osteoblasten (Knochenmutterzellen) hängt
von B12 ab. Der Stoffwechsel der Knochen wird durch einen B12-Mangel
beeinträchtigt.44 Niedrige B12-Werte sind mit Osteoporose
assoziiert45, und B12-Ergänzungsmittel können
helfen, die Knochen zu remineralisieren.46
- Ein B12-Mangel zeigt sich in 10-35 Prozent von Patienten, die auf
HIV positiv getestet wurden. Dies wird auf verschiedene Faktoren zurückgeführt:
Niedrige Zufuhr, verminderte Absorption und erhöhter Verbrauch
durch bestimmte Medikamente, wie z.B. AZT. B12-Mängel verschlimmern
die neurologischen Symptome von AIDS. Interessant ist die Tatsache,
dass B12 die Vermehrung des HIV-Virus stört. Eine Ergänzung
mit B12 kann deshalb sowohl als Therapie gegen die Virenvermehrung
als auch als Therapie gegen die üblichen AIDS-Symptome dienen.47
- B12 hat sich in der Behandlung von Asthma als wirkungsvoll gezeigt,
insbesondere in Fällen, in denen die Asthma auf einer Sulphit-Empfindlichkeit
beruhte.48
- Von Forschern aus Deutschland wurde berichtet, Vitamin B12 als
Teil der Behandlung bei zahlreichen Hautkrankheiten erfolgreich eingesetzt
zu haben, so z.B. bei Nesselfieber, Seborrhoe, Dermatitis, Ekzeme,
Gürtelrose und Lupus.49 Ein Artikel in einer Fachzeitschrift
beschreibt eine erfolgreiche Behandlung bei Schuppenflechte.50
Sehr hohe Dosen waren nötig – 30 Injektionen mit jeweils
1000mcg. B12 wurde sowohl bei Hypopigmentation (Vitiligo) als auch
bei Hyperpigmentation eingesetzt.51
- Die Kohlenhydratstörung bei Diabetes kann auf einen B12-Mangel
hinweisen. B12 wurde als nützliche Begleittherapie bei Diabetikern
angewendet.52
- Die Russen nahmen bei der Verwendung von B12 in der Behandlung
von grünem Star eine Pionierrolle ein. In einer Gruppe von 46
Leuten, die täglich 100mcg B12 erhielten, wurden bei der Hälfte
der Leute Verbesserungen beobachtet.53 Ein japanischer
Arzt fand, dass B12-Injektionen verschiedene Sehprobleme verbessern.54
- Taubheit ist mit B12-Mangel assoziiert. B12-Ergänzungen waren
bei der Behandlung von Tinnitus und lärmbedingten Hörverlusten
von Nutzen.55
- B12-Mängel bei schwangeren Frauen wurden als Faktor bei der
Entstehung von Neuralrohrdefekten, wie die Spina Bifida, genannt.56
Dies gibt Anlass zu echter Sorge bzgl. Antibabypillen, welche B12
im Körper entleeren.57 Frauen, die die Antibabypille
genommen haben, sollten ihren B12-Spiegel testen und soweit notwendig
B12 ergänzen, bevor sie schwanger werden.
- B12 könnte für die Immunantwort notwendig sein.58
Niedrige Spiegel sind mit beeinträchtigter Immunität und
höherem Infektionsrisiko assoziiert.59
- Schimmelpilzgifte stören die B12-Funktion. Dies erklärt,
warum Reaktionen auf Schimmelpilze häufig mit neurologischen
Problemen einhergehen.60 Pestizide und Chemikalien erschöpfen
die B12-Reserven des Körpers. Umgekehrt können hohe Dosen
B12 vor diesen Fremdgiften schützen.61
- B12-Injektionen waren bei der Behandlung von viraler Hepatitis
von Nutzen.62
- Schliesslich kann eine Behandlung mit B12 bei Schlafstörungen
helfen, da dieser Nährstoff bei der Bildung von Melatonin beteiligt
ist.63
Eine Ausnahme von der Regel
Auf unseren Seiten haben wir immer wieder geraten, Vitamine eher aus
der Nahrung (inkl. "Supernahrung") als über Nahrungsergänzungsmittel
zu beziehen. Ein guter Grund, Nahrungsergänzungsmittel zu meiden,
leitet sich von Forschungsergebnissen ab, die darauf hinweisen, dass
diese die B12-Aufnahme stören und somit B12-Mangelsymptome verschlimmern
können. Unter Umständen verursachen sie sogar die Bildung
von B12-Analoga, welche den körperlichen Bedarf an B12 erhöhen.
Im Bezug auf B12 selbst ist es jedoch oft notwendig und angemessen,
dieses in isolierter Form zu ergänzen. Die vielen Faktoren unseres
modernen Lebensstils, welche die komplizierten Aufnahmewege dieses wichtigen
Nährstoffs blockieren können – von Nährstoffmängeln
über Belastung mit Giften aus industriell gefertigter Nahrung,
welche die Magensäure reduzieren, bis hin zu Autoimmunerkrankungen
und Enzymdefekten – erschweren es, ausreichende Mengen über
eine gewöhnliche Ernährung zu erhalten. Da Vitamin B12 Nahrungsergänzungsmittel
exakt gleich produziert werden wie in der Natur, nämlich durch
bakterielle Fermentierung, ist die Gefahr von hohen Dosen in den meisten
Fällen vernachlässigbar.
B12-Ergänzungsmittel haben das Potential, das Leben eines Grossteils
der Bevölkerung –nicht nur der älteren Leute - zu verbessern.
Regelmässig Tests und Ergänzungen je nach Notwenigkeit sind
ein wichtiger Schritt für den Übergang von einer modernen
Ernährung hin zu einer nährstoffdichten, traditionellen Ernährung,
welche nach einer oder zwei Generationen keine Ergänzungsmittel
mehr nötig hat.
Referenzen
- HL Newbold, Mega-Nutrients, The Body Press, 1987.
- HL Newbold, Mega-Nutrients, The Body Press, 1987.
- Herbert V and Das KC. Folic acid and vitamin B12. In: Shils ME,
Olson JA, Shike M, eds. Modern Nutrition in Health and Disease.
8th ed. Philadelphia, Lea & Febiger, 1994:402-25.
- Doscherholmen A and others. Proc Soc Exp Biol Med 1975
Sep;149(4):987-90; DoscherholmenA and others. Br J Haematol 1976 Jun;33(2):261-72
- Tucker KL and others. Am J Clin Nutr 2000;71:514-522
- www.vegsoc.org/info/b12.html
- www.slowfood.com/img_sito/riviste/slow/EN/22/crudo.html.
- Reddy KP and others. J Dairy Sci 1976 Feb;59(2)191-5.
- Herbert V and Das KC. Folic acid and vitamin B12. In: Shils ME,
Olson JA, Shike M, eds. Modern Nutrition in Health and Disease.
8th ed. Philadelphia, Lea & Febiger, 1994:402-25.
- Dong A and Scott SC. Ann Nutr Metab 1982;26(4):209-16.
- Nature’s Way 1979;10:20-30.
- Herbert V. Am J Clin Nutr 1987;46:387-402.
- Brandt LJ and others. Ann Intern M 1977 Nov;87(5):546-51.
- Herbert V and Das KC. Folic acid and vitamin B12. In: Shils ME,
Olson JA, Shike M, eds. Modern Nutrition in Health and Disease.
8th ed. Philadelphia, Lea & Febiger, 1994:402-25.
- Institute of Medicine. Food and Nutrition Board. Dietary Reference
Intakes: Thiamin, riboflavin, niacin, vitamin B6, folate, vitamin
B12, pantothenic acid, biotin, and choline. National Academy Press.
Washington, DC 1998; Snow CF. Arch Intern Med 1999;159:1289-98.
- Herbert V and Das KC. Folic acid and vitamin B12. In: Shils ME,
Olson JA, Shike M, eds. Modern Nutrition in Health and Disease.
8th ed. Philadelphia, Lea & Febiger, 1994:402-25.
- Cullen RW and Oace SM. J Nutr 1978 Apr;108(4):640-7.
- Louwan MWJ and others. Am J Clin Nutr 2002 Sep;72:762.
- Mitsuyama Y and Kogoh H. Japan J Neurol & Psychi 1988;42(1):65-71.
- www.johndommissemd.com/report4.html
- Tucker KL and others. Am J Clin Nutr 2000;71:514-522
- McCaddon A and Kelly CL. Age and Aging, 1994 July;23:334-37
- Van Goor and others. Age and Aging 1995;24:536-12
- Healton EB and others. Medicine 1991;70:229-45
- Martin DC and others. Journal of the American Geriatric Society
1992;40:168-72.
- Chao CL and others. American Journal of Cardiology 1999
Dec 1;84:1359-61.
- Hernandez BY and others. Cancer Causes Control 2003 Nov;14(9):859-70.
- Zhang SM and others. J Natl Cancer Inst 2003 Jul 16;95(14):1091;
Choi SW. Nutr Rev 1999 Aug;57(8):250-3.
- Hultdin J and others. Int J Cancer 2005 Feb 20;113(5):819-24.
- http://www.news-medical.net/print_article.asp?id-213.
- http://www.annieappleseedproject.org/studofvitb12.html.
- Max Gerson, MD. A Cancer Therapy: Results of Fifty Cases.
Totality Books, Del Mar, California, 1958. 1975.
- Kira J and others. Int Med 1994;33:82-6.
- Curtius H and others. Journal Neurological Trans 1982;55:301-8;
Leeming R and others. Journal Mental Def Research 1982;26:21-5.
- Davidson S. J Flor Med Association 1954:15:717-20.
- Kumar S. Neurol India 2004 Mar;52(1):122-3.
- Dallosso H and others. Eur J Clin Nutr 2004 Jun 58(6):920-6.
- Bianchi A and others. Vitamin Horm 2004;69:297-312
- Jaialudin MA. Methods Find Exp Clin Pharmacol 1995;17:539-544.
- Benito-Leon J and Porta-Etassam, J. New England Journal of
Medicine 2000 342(13):981.
- Sandler B and Faragher B. Infertility 1984:7;133-8.
- Kumamoto Y and others. Acta Urol Japan 1988;34:1109-32.
- Bennett M. J Reprod Med 2001 Mar;46(3):209-12.
- Carmel R and others. N Engl J Med 1988;319:70-5.
- Tucker LK and others. J Bone Miner Res 2005 Jan;20(1):152-8.
- Melton ME and Kochran ML. Metabolism: Clin & Exp 1994
Apr;13(4):468-9.
- Palteil O and others. American Journal Hematology 1994;47:167-71.
- Garrison R and Somer E. The Nutrition Desk Reference,
Chapter 5. Vitamin Research; Selected Topics. Keats Publishing, New
Canaan, CT 1985, pp 93-4.
- Peisner B. Dtsch Med J. 1955 Aug 15;6(15-16):519-22; Neber
H. Munch Med Wochenschr 1955 Aug 26;97(34):1102-3.
- Ruedemann R. AMA ARch Derm Syphilol 1954 Jun;69(6):738-9.
- Juhlin L and Olsson NJ. Act Derm Venereol 1997;77:460-462;
Mori K and others. J Dermatol 2001 May;28(5):282-5.
- Bhatt HR and others. Lancet 1983;2:572
- Reported in Body, Mind and the B Vitamins, Ruth Adams
and Frank Murray, Larchmont Books, Los Angeles, CA. 1979.
- New Scientist, August 13, 1964; Larner AN. Int J Clin Pract
2004 Oct;58(10):977-8.
- Shemish A and others. American Journal of Otolarygol 1994;14:94-9;
Am J Clin Nutr March 1999;69:564-71
- Groenen PM and others. Am J Obstet Gynecol 2004 Jul;191(1):11-17.
- Henley S. Body Forum 1977 Jan 30;2(7):20; Sutterlin MW and others.
Eur J Obstet Gynecol Repord Biol 2003 Mar 26;107(1):57-61;
Lussana F and others. Thromb Res 2003;112(1-2):37-41
- Dreizen S. Int J Vitam Nutr Res 1979;49(2):220-8.
- Tamura J and others. Clin Exp Immunol 1999 Apr;116(1):28-32.
- Anyanwi EC and others. Scientific World Journal 2004 Aug;4:736-45.
- Watson WP and others. Chem Res Toxicol 2004 Dec;17(12):1562-7.
- Jain ASC and Mukerji DP. J Indian Med Assoc 1960;35:502-5.
- Okawa M and others. Sleep 1990;13:1-23.
Zeichen von B12-Mangel
Vermindertes Wachstum/Entwicklung bei Kleinkindern
Entzündete Zunge
Vorzeitige graue Haare
Gestörter Kohlenhydratstoffwechsel
Müdigkeit
Schwäche
Gewichtsverlust
Verstopfung
Unfruchtbarkeit
Sehprobleme
Hörverlust und Tinnitus
Taubheit und Prickeln in den Händen und Füssen
Alkoholismus
Impotenz
Inkontinenz
Hyperpigmentierung und Hypopigmentierung
(dunkle und helle Flecken auf der Haut)
Neuralgie, Neuritis und Bursitis
Anämie, inkl. perniziöse Anämie
Degeneration der Wirbelsäule
Schuppenflechte und andere Hautprobleme
Degeneration des Gehirns
Schlaflosigkeit
Irrationale und chronische Ängste
Gewalttätiges Verhalten
Gleichgewichtsstörungen / abnormer Gang
Jegliche emotionalen Störungen inkl. Geisteskrankheiten
Abklärung eines B12-Mangels
Der erste Schritt bei der Abklärung eines B12-Mangels ist eine
Untersuchung des B12-Spiegels im Blut. Viele Ärzte glauben jedoch,
dass der Blutspiegel ein unzuverlässiger Indikator für B12-Mangel
darstellt und dass der Spiegel von B12 in den Geweben trotzdem ziemlich
niedrig sein kann, auch wenn der Blutspiegel normal ist. Sie empfehlen
deshalb zusätzlich zu testen, ob Homocystein und Methylmalonsäure
erhöht sind. Diese Stoffe sind Vorläufer von Stoffwechselreaktionen,
die von B12 kontrolliert werden. Da Homocystein aus verschiedenen Gründen
erhöht sein kann (Folsäuremangel, B6-Mangel, Nierenfunktionsstörungen,
Schilddrüsenunterfunktion und bestimmte genetische Defekte), betrachten
Ärzte erhöhte Methylmalonsäurewerte für den zuverlässigeren
Indikator eines B12-Mangels.
Ein weiterer Test ist der Schilling-Test, bei dem eine winzige Dosis
von radioaktiv markiertem B12 über den Mund zugeführt und
die aufgenommene Menge gemessen wird. Wenn B12 nur dann aufgenommen
wird, wenn gleichzeitig der intrinsische Faktor verabreicht wird, ist
die Diagnose einer perniziösen Anämie bestätigt.
Weil die Testung so kompliziert ist, keine Einigkeit über normale
Werte besteht und der Absorptionsprozess in vielen Punkten gestört
sein kann, sind viele Ärzte zum Schluss gekommen, dass der einzig
Weg, einen subtilen B12-Mangel im Blut besonders bei älteren Leuten
auszuschliessen, darin besteht, Veränderungen (insbesondere psychologische)
nach B12-Verabreichung zu beobachten und nach Erfahrung die beste Menge
zu bestimmen, die ein Patient individuell braucht. Da B12 nicht toxisch
ist, ausser vielleicht bei extrem hohen Dosen, stellt der erfahrungsmässige
Gebrauch von hohen Dosen zur Behandlung von Patienten keine Gefahr dar.
Vermeidung von B12-Mangel
Nehmen Sie eine ausreichende Menge über die Nahrung auf. Leber
oder Muscheln einmal wöchentlich ist der beste Weg, um eine angemessene
Einnahme zu gewährleisten.
Vermeiden Sie einen übermässigen Konsum von Nahrungsmitteln,
die die B12-Aufnahme behindern oder den körperlichen Bedarf an
B12 erhöhen, so z.B. Soja und Spirulina.
Vermeiden Sie magensäureneutralisierende Medikamente. Medikamente,
die die Magensäure unterdrücken, wie Tagamet, Zantac und Losec
können zu einem ernsthaften B12-Mangel führen. (Koop H. Aliment
Pharmacol Ther 1992;6:399-406 [review]; Marcaurd SP et al. Ann
Intern Med 1994;120:211-215).
Vermeiden sie Diabetes-Medikamente wie Glucophage welche die B12-Absorption
stören. (Archives Int Med 2002 Feb 25;162:484-85)
Konsumieren Sie reichlich Kalzium. Kalzium ist an der Aufnahme von
B12 im unteren Dünndarm beteiligt. Die besten Quellen sind rohe
Milchprodukte und Knochenbrühen. (Knochenbrühen helfen auch,
Entzündungsvorgänge im Darm, die Absorptionsprobleme verursachen
können, zu heilen). Dolomit-Pulver kann ebenfalls als Kalzium-Quelle
verwendet werden.
Nehmen Sie Kokosfett und konsumieren Sie von Milchsäurebakterien
fermentierte Nahrungsmittel: Diese helfen, gegen Krankheitserreger wie
Helicobacter Plyori anzukämpfen, welcher mit B12-Mangel assoziiert
ist. Eine Ausrottung dieses Krankheitserregers behebt oftmals B12-Mängel.
(Archives of Internal Medicine, May 8, 2000 160:1349-53)
Meiden Sie Nahrungsmittel, die mit Folsäure angereichert sind.
Die Einnahme von Folsäure ohne B12 kann Anzeichen eines B12-Mangels
in den roten Blutkörperchen maskieren, schützt jedoch nicht
vor Mängel im Nervensystem. Folsäure und B12 arbeiten zusammen
und jedes Ergänzungsprogramm sollte beide Nährstoffe beinhalten.
(Institute of Medicine. Food and Nutrition Board. Dietary Reference
Intakes: Thiamin, riboflavin, niacin, vitamin B6, folate, vitamin B12,
pantothenic acid, biotin, and choline. National Academy Press. Washington,
DC 1998).
Meiden Sie exzessive Dosen Vitamin C, besonders über längere
Zeit. Die Fähigkeit von Vitamin C, B12 zu zerstören, wurde
von mehreren Forschern beobachten, auch wenn dies von anderen bestritten
wird. Kleinere Mengen von natürlichem Vitamin C sind eine bessere
Wahl, als grosse Mengen von synthetischem Vitamin C. (Herbert V and
Das KC. Folic acid and vitamin B12. In: Shils ME, Olson JA, Shike M,
eds. Modern Nutrition in Health and Disease. 8th ed. PhiladelphiaL
Lea & Febiger, 1994:404.)
Rauchen Sie nicht. Zigaretten- und Zigarrenrauch erniedrigen die Vitamin
B12-Reserven des Körpers. (New Eng J Med 1995 Nov 2;333(18):1176-82).
Nehmen Sie zusätzlich B12 bevor und nach einer Operation. Anästhesien
mit Lachgas (N20) verbrauchen B12, eine Tatsache, die viele postoperative
Depressionen erklären könnte. (Marie RM and others. Arch
Neurol 2000 Mar;57(3):380-2).
Meiden Sie Impfungen, die Thimerosol und andere Quecksilber-Verbindungen
enthalten. Vitamin B12 wird durch Quecksilber erschöpft. (J
Molecular Psychiatry Apr 2004).
Meiden Sie Schimmelpilze in ihrer Umgebung und in Nahrungsmitteln.
Schimmelpilzgifte interferieren mit der normalen Funktionsweise von
Vitamin B12. (Anyanwi EC and others. Scientific World Journal 2004
Aug;4:736-45).
Nehmen Sie keine empfängnisverhütenden Pillen, welche B12-Reserven
erschöpfen können.
(Henley S. Body Forum 1977 Jan 30;2(7):20; Sutterlin MW and others.
Eur J Obstet Gynecol Reprod Biol 2003 Mar 26;107(1):57-61;
Lussana F and others. Thromb Res 2003;112(1-2):37-41).
Nehmen Sie B12-Ergänzungsmittel, wenn Sie eine Krankheit haben,
die B12 beinträchtigen kann, wie z.B. Zöliakie, Morbus Crohn
und ähnliche Darmkrankheiten, besonders wenn sie älter sind
und irgendwelche Symptome eines B12-Mangels aufweisen.
B12-Ergänzung: Injektionen oder Pillen?
B12-Mangel wird standardmässig mit Injektionen behandelt. Injektionen
befördern B12 direkt in die Blutbahn und umgehen so jegliche Engpässe
im komplizierten Absorptionsprozess. Injektionen sind bei extremem Mangel
angezeigt, wenn B12-Speicher rasch aufgefüllt werden müssen.
Das Standard-Verfahren sieht eine Verabreichung von 1000mcg täglich
für 3 Tage vor, danach einmal wöchentlich für einen Monat
und schliesslich eine Injektion pro Monat für unbegrenzte Zeit.
Injektionen sind jedoch unangenehm und teuer und verlangen regelmässige
Arztbesuche, es sei denn, der Patient der ist fähig, sich selbst
Injektionen zu verabreichen. Ausser in sehr dringlichen Fällen,
werden heutzutage in der Medizin immer mehr orale Supplemente, besonders
sublinguale Tabletten, befürwortet. Fachpersonen raten heute zu
einer Menge von 100-250mcg pro Tag als Erhaltungsdosis. Leute mit Absorptionsschwierigkeiten
benötigen möglicherweise etwa 1000-2000mcg pro Tag. Solche
Dosen sind sicher, da keine toxischen Wirkungen von Kobalamin bekannt
sind. Diejenigen mit Absorptionsschwierigkeiten werden nur einen Bruchteil
der Dosis aufnehmen (über eine Diffusion durch die Darmwand), aber
Studien weisen darauf hin, dass eine regelmässige Einnahme von
oralen Supplementen Mängel bei Leuten mit Absorptionsproblemen
beheben. Tatsächlich hat eine kürzlich durchgeführte
Studie gezeigt, dass bei der Behebung von niedrigen B12-Spiegel bei
perniziöser Anämie die orale Verabreichung von täglich
2000 mcg dreimal so effektiv war wie Injektionen. (Journal of the
American Geriatrics Society, January 1997 45(1):124).
Dr. John Dommisse empfiehlt Lutschtabletten mit sehr hohen Dosen (2000/2500
mcg), welche täglich nach einer oder zwei Mahlzeiten genommen werden.
Sie sind gleich effektiv wie Injektionen, um Serum B12-Werte im optimalen
Bereich zu halten. (www.johndommisse.com/b12.html)
Nasale Gel-Zubereitungen haben sich ebenfalls als wirksam gezeigt,
um optimale Serum B12-Spiegel aufrecht zu erhalten, allerdings bleibt
diese Ergänzungsmethode umstritten. Eine andere mögliche Verabreichungsform,
die von Dr. Joseph Mercola empfohlen wird, ist die Aufnahme über
die Haut, indem B12 mit DMSO vermixt wird. (www.mercola.com/2000/aug27/vitamin_b12_deficiency.htm)
Die am häufigsten verwendete Form von B12 in den USA ist Zyanokobalamin.
Nur zwei Formen sind jedoch im Körper wirksam, Methylkobalamin
und Adenosylkobalamin. Zyanokobalamin muss im Körper über
eine enzymatische Abspaltung von Zyanid-Molekülen zu Methyl- oder
Adenosylkobalamin umgewandelt werden (die Zyanidmenge, die bei diesem
Prozess anfällt, ist sehr klein, könnte aber immer noch problematisch
sein), während der Körper Ergänzungsmittel mit Methylkobalamin
unmittelbar verwerten kann. Methylkobalamin ist die einzige aktive Form
von Vitamin B12, die in den USA zur Zeit kommerziell erhältlich
ist. In einer Studie, in der untersucht wurde, ob B12 die Lebenszeit
von Mäusen mit Krebs verlängern kann, führte Methylkobalamin
zu einer signifikanten Lebenszeitverlängerung, während Zyanokobalamin
keine Wirkung zeigte. (Tsao CS and Myashita K. Pathobiology 1993;61(2):104-8).
Die Patientin, die 6 Monate lang weinte
Aus Nutrition Prescription von Dr. H.L. Newbold
Vor ein paar Jahren wurde eine 66 Jahre alte Frau von ihrer Tochter
in meine Praxis gebracht. Die Tochter behauptete, dass ihre Mutter die
letzten 6 Monate unkontrolliert geweint hätte und in letzter Zeit
unfähig geworden sei, ihre Hausarbeit zu verrichten. Sie hatte
5 Ärzte aufgesucht, die sie auf 5 verschiedene Arten behandelt
hatten, hauptsächlich jedoch mit Antidepressiva und Beruhigungsmitteln.
Ein Arzt gab ihr Injektionen mit verschiedenen Vitaminen, die aber auch
nichts genützt hatten.
Trotz eines normalen B12-Spiegels gab ich ihr eine Injektion mit 1000mcg
Vitamin B12. Ich sagte mir: Entweder verbessert sich ihr Zustand rasch
oder sie braucht Antidepressiva. Falls die Antidepressiva nichts helfen
würden, bräuchte sie eine Elektrokrampftherapie.
Als sie drei Tage später wieder in meine Praxis kam, ging es ihr
bedeutend besser. Sie weinte nicht mehr und berichtete, dass sie sich
viel stärker fühlen würde und das erste Mal seit Monaten
die Nacht durchgeschlafen hätte.
Beim nächsten Besuch drei Tage später schaute sie glücklich
aus. Sie berichtete, dass sie die Hausarbeit wieder erledigen könne.
Bei den folgenden Visiten wurde der Tochter beigebracht, die Injektionen
ihrer Mutter zweimal wöchentlich oder öfters, falls nötig,
zu verabreichen. Als sie nach ein paar Wochen wiederkam, erzählte
mir diese in die Jahre gekommene Frau, dass sie es jeweils nach 3-4
Tagen förmlich spüren könne, wie sich ihre B12-Speicher
entleeren würden und dass sie nach einer Injektion jeweils völlig
wiederhergestellt sei. Zu diesem Zeitpunkt fühlte sie sich wieder
wie vor zehn Jahren und sie war wieder mit zahlreichen Hausarbeiten
beschäftigt, die sie, wie so viele dieser guten deutschen Hausfrauen,
sehr genoss.
Sie wurde angewiesen, die Injektionen öfters zu nehmen. Wenn die
Injektionen ihr einen Schub verleihen würden, hätte sie bereits
zu lange gewartet.
Diese Frau ist ein gutes Beispiel eines vitaminabhängigen Individuums.
Ich bin mir sicher, dass wir ihre Serum-Vitamin B12-Spiegel auf eine
enorme Höhe gehoben haben. Es wäre eine Geldverschwendung
gewesen, sie noch einmal zu testen.
Wahrscheinlich war sie eine von den Leuten, deren Enzymfunktion im
Alter immer mehr abnimmt. Diese Patientin konnte jedoch wiederhergestellt
werden, indem ihr massive Dosen eines Vitamins verabreicht wurden. Es
ist sogar möglich, dass bestimmte Stoffwechselwege, die normalerweise
kein B12 benötigen, umgeleitet wurden und von diesen gestärkten
Enzymen Gebrauch machten. Auf jeden Fall haben ein paar wenige Injektionen
von B12 eine weinende, abgeschlagene alte Frau in eine fröhliche
ältere Hausfrau mit strahlenden Augen verwandelt, die ihre aktive
Rolle im Leben wiedergewinnen und ihre restlichen Jahre geniessen konnte.
Um solche Verwandlungen geht es in der Chemie und Ernährungslehre.
Vitamin B12 und der Nobelpreis
Die Entdeckung, Beschreibung, Isolation und Synthese von B12 ist ein
gutes Beispiel von Wissenschaft in seiner besten Form und resultierte
in vier Nobelpreisen, drei in der Chemie und einer in der Medizin.
1934: Whipple (Kalifornien), Minot und Murphy (Massachusetts)
gewannen den Nobelpreis der Physiologie und der Medizin für die
Entdeckung des antiperniziösen Faktors in Leber.
1964: Dorothy Crowfoot Hodgkin (Oxford) gewann den
Nobelpreis der Chemie für die Analyse der Kristallstruktur des
B12-Kristalls. Er verwendete dafür eine neuartige Röntgen-Technik.
1965: R.B. Woodward (Harvard), der mit B12 arbeitete,
gewann den Nobelpreis der Chemie für hervorragende Leistungen in
der Kunst der organischen Synthese.
1981: K. Fukui (Kyoto) und R. Hoffman (Cornell), die
beide mit B12 arbeiteten, gewannen den Nobelpreis der Chemie für
quantenmechanische Studien zur chemischen Reaktivität.
Quellen von Vitamin B12
| Mollusken (Muscheln, Austern etc.), 85 Gramm |
84.1 mcg |
| Rindsleber, ein Stückchen |
49.9 mcg |
| Forellen, wild, 85 Gramm |
5.4 mcg
|
| Lachs, 85 Gramm |
4.9 mcg |
| Forellen aus Fischfarm, 85 Gramm |
4.2 mcg |
| Rindsfilet, 85 Gramm |
2.4 mcg |
| Joghurt |
1.4 mcg |
| Milch, eine Tasse |
0.9 mcg |
| Schweinefleisch, gepökelt, konserviert, 85 Gramm |
0.6 mcg |
| Ei, hartgekocht |
0.6 mcg |
| Hühnerbrust, eine Hälfte |
0.3 mcg |
Vitamin B12 Empfohlene Tagesdosis
| Alter empfohlene |
Tagesdosis |
| 0-6 Monate |
unbestimmt |
| 7-12 Monate |
unbestimmt |
| 1-3 Jahre |
0.9 mcg |
| 4-8 Jahre |
1.2 mcg |
| 9-13 Jahre |
1.8 mcg |
14 und älter |
2.4 mcg |
Schwangerschaft |
2.6 mcg |
| Stillzeit |
2.8 mcg |
About the Authors
Sally
Fallon is the author of
Nourishing Traditions: The Cookbook that Challenges Politically Correct
Nutrition and the Diet Dictocrats (with Mary G. Enig, PhD), a well-researched,
thought-provoking guide to traditional foods with a startling message: Animal
fats and cholesterol are not villains but vital factors in the diet, necessary
for normal growth, proper function of the brain and nervous system, protection
from disease and optimum energy levels. She joined forces with Enig again to
write Eat Fat, Lose Fat, and has authored numerous articles on the
subject of diet and health. The President of the Weston A. Price Foundation
and founder of A Campaign for Real Milk,
Sally is also a journalist, chef, nutrition researcher, homemaker, and community
activist. Her four healthy children were raised on whole foods including butter,
cream, eggs and meat.
Mary
G. Enig, PhD is an expert of international renown in the field of lipid
biochemistry. She has headed a number of studies on the content and effects of
trans fatty acids in America and Israel, and has successfully challenged
government assertions that dietary animal fat causes cancer and heart disease.
Recent scientific and media attention on the possible adverse health effects of
trans fatty acids has brought increased attention to her work. She is
a licensed nutritionist, certified by the Certification Board for Nutrition Specialists,
a qualified expert witness, nutrition consultant to individuals, industry and
state and federal governments, contributing editor to a number of scientific publications,
Fellow of the American College of Nutrition and President of the Maryland Nutritionists
Association. She is the author of over 60 technical papers and presentations,
as well as a popular lecturer. Dr. Enig is currently working on the exploratory
development of an adjunct therapy for AIDS using complete medium chain saturated
fatty acids from whole foods. She is Vice-President of the Weston A Price Foundation
and Scientific Editor of Wise Traditions as well as the author of Know
Your Fats: The Complete Primer for Understanding the Nutrition of Fats, Oils,
and Cholesterol, Bethesda Press, May 2000. She is the mother of three healthy
children brought up on whole foods including butter, cream, eggs and meat.
<Back
| Home | Tour
| Calendar | Contact
Us | Funding | Join
Now
|